Essen im arschdunkeln – FINSTER Essen
Wie bereits schon erwähnt hatte meine FrauBrainhack eine Reservierung im FINSTER für letzten Freitag vorgenommen. Also ging es an diesem Tag mit Weib, Schwiegermutter und meiner Herrlichkeit ab in das absolute dunkelste schwarz was ich jemals “sehen” durfte musste. Aber ich will nicht vorgreifen – also einmal ganz von Anfang an…
FINSTER – SINNreich essen – Was ist das?
Total einfach erklaert. Ein Restaurant. Mit diversen Menüs. Bis dahin ganz normal. Einziger aber sehr gravierender Unterschied: Es ist arschdunkel. Und damit ist wirklich absolut KEIN LICHT gemeint.
Auf geht es!
Der Vorraum unterscheidet sich nicht wirklich grossartig von einem “normalen” Restaurant…
Nach einem kurzen Check an der Rezeption was wir zuvor per Internet Reservierung bestellt hatten wurde uns auch gleich unser Kellner Andre praesentiert. Ich denke nicht das er komplett blind ist, aber zumindest arg eingeschränkt was das Sehen angeht. Auf Nachfrage kam zwar keine wirkliche Antwort, aber ansich ist dies auch komplett egal. Oder ist so eine Frage unhöflich? Keine Ahnung ![]()
Ab in die Schleuse!
Nachdem wir unsere Jacken abgegeben hatten, Handies ausgeschaltet und Uhren abgenommen haben (die letzten beiden Sachen aufgrund von eventueller Lichtquelle) ging es dann auch schon – Andre vorran – in eine kleine Schleuse und die Tür schloss sich hinter uns. Sekunden später geht dann auch schon das Licht aus.
Ab diesem Moment ist dann wirklich arschdunkel.
Und ohne scheiss liebe Gemeinde: ICH HAB NOCH NIE SO EIN SCHWARZ erlebt.
Das normale Augen schliessen in der Welt hat immer noch hier und da einen kleinen wenn auch kaum wahrnehmbaren leichten Schein. In diesem Raum herrscht wirkich die totale Finsterniss. Andre vorran, der absolut zielsicher uns ca 8 Meter durch das absolute Nichts führt, bis wir an unserem reservierten Tisch angekommen sind. Der Tisch ist nicht wirklich gross, aber ein riesengrosse Stellfläche wäre hier wohl auch kontraproduktiv. Mit den Händen startet wildes tasten durch die nähere Umgebung. Zu hören sind noch eine Menge mehr Gäste, aber wo genau weiss keiner so richtig. Besteck liegt auf dem Tisch sowie Servietten sind zumindest schnell erkannt.
Ein Bild vom inneren des FINSTER Restaurants
Kurz danach kommt die erste Aufgabe des abends
Unser Keller Andre bringt unsere Getränke. Doof nur das meine FrauBrainhack und ich ein Getränk geordert haben was es in kleinen Flaschen gibt. Also bekommt Sie eine kleine Flasche Cola und ich eine kleine Flasche Bier. Und natürlich ein Glas. Schwiegermutter hat es besser, denn Sie bestelle einen Wein. Eine ganze Pulle Wein wollten Sie ihr aber wohl nicht geben ![]()
Ab da wirds schwierig. Wie bekommt man das Getränk in das Glas ohne alles vollzusauen? Der Trick mit dem Finger im Glas ist natürlich bei Cola noch halbwegs anwendbar. Aber bei Bier kommt erstmal Schaum. Und ist die bloede Flasche nun komplett leer oder ist noch was drin? Ich bin dazu übergegangen den letzten Rest aus der Pulle zu trinken. Sieht ja eh keiner ![]()
Dazu gibt es in der Tischmitte – laut Ansage – ein wenig Brot und einen Dip. Wobei meine Frau auch zielstrebig die Finger in den Dip taucht. Selbst wenn man das Brot erwischt hat - wie tief hab ich das Brot nun in den Dip eingetaucht? Glücklicherweise hielt sich die Schweinerei aber noch halbwegs in Grenzen.
Weiter gehts es ab da mit – Vorspeise – Hauptgericht und Nachspeise. Alles in allem könnte ich nun seitenweise weiterschreiben, aber es würde euch niemals das Gefühl vermitteln welches ist dort erlebt habe. Und irgendwie möchte ich euch auch den Eindruck nicht zu sehr vor weg nehmen.
Kurzum: Angefangen bei leichter Bedrücktheit bis zum Lachflash weil ich das Steak auf dem Teller nicht geschnitten bekommen habe um es abschliessend schlicht mit der Gabel komplett aufzuspiessen und zum Mund zu führen. ![]()
Nach über zwei Stunden in absoluter Finsterniss ist das herraustreten mit 5 Sekunden Schwindelgefühl verbunden. Ein abschliessender Espresso und eine kurze Erklärung was ich nun dort wirklich gegessen haben folgt. Davon ab hätte ich abgesehen von Tomate und Gurke sowie Vanilleeis und Erdbeeren von dem Essen absolut NICHTS erkannt. Paprika? Zwiebeln? WTF? Keine Ahnung. Unglaublich wie sehr das Auge wirklich benötigt wird um sowas festzustellen.
Alles in allem bleibt folgendes Fazit:
Eine absolute Erfahrung die jeder mal gemacht haben sollte! Über das Essen könnte man nun streiten ob gut oder schlecht. Ich fand es nicht so pralle, aber das Eventerlebniss war es zu 100000% Wert.
Danke an dieser Stelle an den Keller Andre den auch mit einem guten Trinkgeld ausgestattet wurde, sowie die Schwiegermutter die den Abend finanziert hat.
![]()
Reservierung gefällig?





Neuste Brainoments